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Quiet Gravity · Werkstattbericht

Hinter der App

Quiet Gravity ist ein kleines Spiel, das mehr Rechenzeit gekostet hat, als man ihm ansieht, und ein paar ehrliche Umwege.

Verworfene Bretter
69.920bevor 70 bewiesen lösbare übrig blieben
Je behaltenem Level
999im Schnitt; im Median 332
Meiste für ein Level
6.684das leichteste gelang beim ersten Versuch

Ausgezählt am 22. September 2026 aus den ausgelieferten Leveldaten und dem Arbeitsstand. Nicht gerundet.

Die Bretter

Wie die 70 Level entstanden sind

Jedes der 70 Level ist bewiesen lösbar, nicht nur wahrscheinlich lösbar. Ein Löser im Bauprozess prüft jedes erzeugte Brett vollständig: Kann er es nicht restlos leeren, fliegt es aus dem Satz. Über die gesamte Entwicklung sind auf diese Weise 69.920 Bretter verworfen worden, bevor 70 übrig blieben – im Schnitt 999 Versuche je behaltenem Level, im Median 332. Das schwierigste Level kostete 6.684 verworfene Bretter, bevor eines bestand; das leichteste gelang beim ersten Versuch. Zusammen tragen alle 70 Bretter 1.317 Steine, und ihre bewiesenen Lösungen brauchen zusammen 370 Züge.

Die Kugeln

Warum die Kugeln rund dreißig Fassungen brauchten

Die Kugeln, mit denen man spielt, haben den längsten Weg hinter sich. Rund dreißig Fassungen wurden gebaut und wieder verworfen, bevor eine feststand – Glasdicke, Lichtbrechung, Silhouettenrand, ein Spiegelbild im Inneren. Dazu gehört, ehrlich gesagt: Diese Reihe hatte anfangs kein festgelegtes Ende. Sie hörte auf, als eine Fassung ausgewählt wurde, nicht weil ein Kriterium erfüllt war.

Die Marken

Warum Farbe allein nie entscheidet

Nahaufnahme der Glaskugeln in ihren Mulden: Ochsenblut mit Kreis, Honiggelb mit Raute, Moosgrün mit Dreieck, Schieferblau mit Balken.
Vier Farben, vier Marken

Damit Farbe im Spiel nicht die einzige Information trägt, hat jede der vier Farben zusätzlich ein eigenes eingeprägtes Zeichen: Kreis, Raute, Dreieck, Balken. Wer Farben schlecht oder gar nicht unterscheidet, erkennt die Kugeln trotzdem.

Der Klang

Warum der Klang aufgenommen und nicht erzeugt ist

Der Klang ist aufgenommen, nicht gerechnet. Glas auf Glas, Glas auf Holz, eine Kugel, die in eine Mulde fällt – selbst aufgenommen, danach zugeschnitten und vermessen. Über alle siebzig Level zusammen sind das 5.060 Klänge aus Aufnahmen gegen 640 aus dem Rechner.

Der Anlass war ein Missklang. Vorher wurde jeder Ton gerechnet, und das Modell dahinter beschreibt einen angeschlagenen Stab. Eine Glaskugel schwingt aber nicht wie ein Stab – sie klingt dicht und unharmonisch, und eine Murmel auf Holz schwingt überhaupt nicht, sondern ist ein kurzer, breitbandiger Stoß. Das Ergebnis klang wie ein Xylophon. Kein Fehler im Programm: das falsche Material im Modell.

Zwei Klänge werden bis heute gerechnet, und zwar genau die beiden, bei denen das Stabmodell recht hat – wenn sich das Brett neigt und wenn es sich wieder setzt. Das ist Holz, kein Glas.

Was das heißt und was nicht

Nichts davon macht ein einzelnes Level leichter oder schwerer. Es beschreibt nur, was hinter einem Brett steckt, das aussieht, als wäre es einfach da.

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